Institutionelles Schutzkonzept
Die LVR-Severin-Schule versteht sich als ein sicherer Ort für alle uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Um diesen Schutz verbindlich zu gewährleisten, haben wir ein institutionelles Schutzkonzept entwickelt.
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Kinderschutz an der LVR-Severin-Schule
Die Schüler*innen der LVR-Severin-Schule sind aufgrund ihrer Sehbeeinträchtigungen auf Unterstützung im Alltag und im schulischen Lernen angewiesen.
Wir gestalten die hierfür erforderlicher Nähe professionell, transparent und reflektiert. Durch regelmäßigen Austausch im Team, klare Abläufe und die Beteiligung der Schüler*innen entwickeln wir unsere Schutzmaßnahmen kontinuierlich weiter.
Die folgenden Grundsätze bilden die Grundlage unseres Schutzkonzeptes und gelten verbindlich für alle Mitarbeitenden:
Wir achten und schützen die Würde jedes Kindes.
Wir treten Gewalt, Ausgrenzung und Diskriminierung entschieden entgegen.
Wir gestalten Schule als sicheren Ort, an dem sich Kinder angenommen fühlen.
Wir handeln transparent, professionell und reflektiert.
Wir gehen sensibel und fachlich begründet mit Nähe und Distanz um.
Wir übernehmen Verantwortung bei Verdachtsmomenten und handeln nach klaren Verfahren.
Wir fördern eine Kultur des Hinschauens.
Kinderschutz verstehen wir als gemeinsame Aufgabe von Schule, Eltern und Kooperationspartner*innen.
Unsere Verhaltensleitlinien geben allen Mitarbeitenden Orientierung im pädagogischen Alltag.
Wir achten wir besonders auf:
klare und für Kinder verständliche Regeln
Schutz der Intimsphäre (zum Beispiel bei Pflege- oder Umkleidesituationen)
transparente Förder- und Einzelsituationen
respektvolle Kommunikation
dokumentierte und nachvollziehbare Abläufe
Die Frühförderung findet im häuslichen Umfeld oder in Kindertageseinrichtungen statt. Dabei sind Transparenz gegenüber Sorgeberechtigten, klare Förderziele und ein professioneller Umgang mit Nähe und Distanz besonders wichtig.
Im Gemeinsamen Lernen gelten in Kooperation mit anderen Schulen unsere Schutzstandards. Wir arbeiten eng mit den jeweiligen Einrichtungen zusammen.
Prävention – der wichtigste Baustein
Prävention ist der zentrale Bestandteil unseres Schutzkonzeptes. Sie beginnt nicht erst im Verdachtsfall, sondern ist Teil unseres täglichen Handelns. Unser Ziel ist es,
Kinder in ihrer Stimme und ihren Rechten zu stärken
Selbstbewusstsein und Grenzgefühl zu fördern
transparente und verlässliche Strukturen zu schaffen
Beteiligung und Mitbestimmung zu ermöglichen
eine Kultur des Hinschauens zu leben
Kindersprechstunde – ein geschützter Raum
Die regelmäßige Kindersprechstunde ist ein wichtiger Teil unserer Präventionsarbeit und wird von unserer Sozialarbeiterin begleitet. Sie bietet Kindern:
einen geschützten Gesprächsraum
Zeit und Aufmerksamkeit
Unterstützung bei Sorgen, Konflikten oder Unsicherheiten
Hilfe bei persönlichen oder schulischen Themen So erfahren Kinder: Ich werde gehört. Meine Gefühle sind wichtig. Ich darf mir Hilfe holen.
Kinderrechte
Wir vermitteln alters- und entwicklungsgerecht die Rechte von Kindern. Jedes Kind soll wissen:
Mein Körper gehört mir.
Ich darf "Nein" sagen.
Ich habe ein Recht auf Schutz.
Ich darf mir Hilfe holen.
Beteiligung der Schüler*innen
Schüler*innen werden aktiv beteiligt – in Gesprächen, Befragungen und bei der Entwicklung von Regeln. Mitbestimmung stärkt Selbstwirksamkeit und ist ein wichtiger Beitrag zum Kinderschutz.
Beteiligung der Eltern und Erziehungsberechtigten
Kinderschutz gelingt nur gemeinsam. Deshalb arbeiten wir vertrauensvoll mit Eltern und Erziehungsberechtigten zusammen und beziehen sie aktiv in unsere Arbeit ein.
Lubo und Soziales Lernen
Das soziale Trainingsprogramm "Lubo aus dem All" fördert zentrale Kompetenzen wie Emtionswahrnehmung, Impulskontrolle, Empathie und konstruktive Konfliktlösung.
Das soziale Lernen ist ein weiterer wichtige Tragpfeiler unserer Präventionsarbeit. Es unterstützt die Schüler*innen dabei, Beziehungen respektvoll und gewaltfrei zu gestalten. Themen sind zum Beispiel Mobbing und Cybermobbing, Freundschaft und Zugehörigkeit, Konfliktlösung und Respekt.
Sexualpädagogik
Alters- und entwicklungsangemessene Sexualerziehung ist ein wichtiger Schutzfaktor. Wir vermitteln Wissen über Körper, Gefühle, Grenzen und Selbstbestimmung – sensibel, respektvoll und fachlich fundiert.
Fortbildungen
Kinderschutz erfordert Fachwissen und Refelxionsfähigkeit. Regelmäßige Fortbildungen, pädagogische Tage und Fachberatungen sichern die Qualität unserer Arbeit. Neue Mitarbeitende werden in die Schutzstandards eingeführt.
Beschwerdestrukturen
Schüler*innen, Eltern und Mitarbeitende können sich mit Sirgen und Beschwerden an verschiedene Ansprechpersionen wenden:
Klassenleitungen
Schulsozialarbeit
Vertrauensperson
Schulleitung
Kooperationen
Wir arbeiten eng und überregional mit Fachberatungsstellen, Jugendämtern, schulpsychologischen Diensten sowie spezialisierten Einrichtungen im Bereich sexualisierter Gewalt zusammen.
Diese Kooperationen ermöglichen fachlich fundierte Gefährdungseinschätzungen und sichern professionelle Unterstützung im Bedarfsfall. Die Zusammenarbeit erfolgt auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben zum Kinderschutz.